Latexmatratzen

RAVENSBERGER Ergo-Natura Latexmatratze 100% Naturkautschuk, 7-Zonen Komfort-Matratze, Baumwoll-Doppeltuch Bezug

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Latex ist der Milchsaft des Kautschukbaums. Der darin enthaltene Kautschuk ist ein elastisches Polymer. Synthetischer Kautschuk wird bisher noch auf Erdöl-Basis hergestellt und ist stabiler als Naturkautschuk bezüglich UV-Licht und Fetten, aber mechanisch weniger strapazierfähig.

Daher werden meistens Mischungen aus beiden Produkten verwendet. Da Naturlatex kein geschützter Begriff ist, reicht ein minimaler Anteil an Naturkautschuk, um eine Matratze als Naturlatex-Matratze zu bezeichnen.

Latexmatratzen Vulkanisationsverfahren

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Kautschuk ist viskoelastisch, d. h. nach einer Verformung braucht er eine gewisse Zeit, bis er wieder seine Ursprungsform annimmt. Dies ändert sich durch die Vulkanisation, bei der er unter Zusetzung verschiedener Stoffe erhitzt und dadurch zu elastischem Gummi wird.

Beim Dunlop-Verfahren werden die verschiedensten Stoffe wie Schwefel, Beschleuniger, Farbstoffe, Seife, Vernetzungsmittel etc. (etwa 5% der Gesamtmenge) zugesetzt. Die Masse wird (wie Sahne) aufgeschlagen und dann erhitzt.

Beim Talalay-Verfahren werden nur Wasserstoffperoxid und Hefe hinzugefügt. Dies führt zum feinporigen Aufschäumen der Masse.Der stabile und hochelastische Schaum wird in Formen gefüllt erhitzt. Wasserstoffperoxid wirkt desinfizierend und bleichend und ist in geringen Mengen für den Menschen ungiftig.

Bei beiden Verfahren werden nach der Vulkanisierung meistens heiße Stifte in den Kautschuk gepresst, um durch die so entstehenden Kanäle eine gute Lüftung zu gewährleisten (Stiftlatex).

Latexmatratzen Qualitätsmerkmale

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Wenn die Natürlichkeit im Vordergrund steht, müsste es eine 100-%-Naturlatex-Matratze, hergestellt mit dem Talalay-Verfahren sein. Das ist die teuerste Variante. Eine Mischung aus Natur- und synthetischem Kautschuk (Gut: 85%+15%) ist langlebiger und günstiger.

Das Dunlop-Verfahren ist weniger aufwändig und daher das am Meisten verwendete. Werden die Matratzen vom Hersteller ausreichend getrocknet und gelüftet, sollten die Zusatzstoffe kein Problem darstellen. Um aber dahingehend sicher zu sein, sollte man besser auf Öko-Gütesiegel zurückgreifen. Im Fall von Latexmatratzen steht natürlich das QUL-Gütesiegel im Vordergrund. Das Eco-Siegel, ÖkoControl und die EU-Blume sind hier auch sinnvoll.

Überraschenderweise wird gerade bei Latexmatratzen oft an der Qualität der Hülle gespart. Hierfür wäre das Öko-Tex Standard 100 oder das LGA-Qualitätszertifikat wünschenswert.

Testkriterien für Latexmatratzen

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Beim letzten großen Matratzentest hat die Stiftung Warentest (2/2017) 16 Latexmatratzen getestet. Die besten Bewertungen (GUT) haben diese Matratzen erhalten:

  • Allnatura Supra-Comfort Allergie
  • Selecta L4 Latexmatratze
  • Waschbär Naturmatratze Latex 1
  • Ikea Morgedal Latexmatratze

Bei dem Test der Stiftung Warentest wurden folgende Kriterien beurteilt.

  1. Liegeeigenschaften: natürlich ist bei einer Matratze der Liegekomfort sehr wichtig. Sie darf nicht zu hart und nicht zu weich sein.
  2. Gesundheit und Umwelt: eine Matratze sollte natürlich keine Schadstoffe erhalten. Das gilt jedoch auch für die Bezüge. Besonders da Latex ja ein naturprodukt ist, ist es um so wünschenswerter, dass diesem Naturprodukt für die Matratzenherstellung nicht übermäßig Schadstoffe hinzugefügt wurden.
  3. Haltbarkeit: Viele kennen die Bilder oder Videos der Stiftung Warentest in denen zu sehen ist wie mit mechanischen Vorrichtungen ein langer Gebrauch simuliert wird. Eine hochwertige Latexmatratze sollte natürlich auch mehrere Jahre halten. Der Natur-Kautschuk sollte nicht nach kurzer Zeit zerbröseln, Klumpen bilden oder sich dauerhaft verdichten.
  4. Bezug: Wie bereits erwähnt ist natürlich der Bezug auch sehr wichtig. Er schützt den Latex-Matratzen-Kern. Aber der Bezug sollte auch belastbar, langlebig und Schadstofffrei sein.
  5. Handhabung: Eigentlich sind alle Latexmatratzen schwer zu handhaben. Latex ist schwer. Es geht aber nicht nur um das auspacken nach dem Kauf. Da können eigentlich nur Schlaufen bzw. Griffe am Bezug helfen die Matratze besser Handhaben zu können. Das Bettlacken muss ja aber auch regelmäßig gewechselt werden. Deshalb ist die Handhabung für die gesamte Nutzungsdauer der Latexmatratze relevant.
  6. Deklaration und Werbung: Hier schneiden viele Matratzen schlecht ab. Die Stiftung Warentest überprüft wohl die Hersteller Angaben zu Material, Aufbau, Härtegrad und Werbeaussagen. Es ist jedoch erstaunlich das die Stiftung Warentest dies zu 10% in die Bewertung mit aufnimmt.

Interessant ist, dass die oben genannten Matratzen alle mit „GUT“ abschneiden aber bei den Textkriterien zum teil sehr unterschiedlich gut bis schlecht abschneiden. Es lohnt sich also den Test bei der Stiftung Warentest nachzulesen.

Grundsätzlich ist zu den Stiftung Warentest Testergebnissen noch zu sagen, dass die Tester der Stiftung Warentest grundsätzlich sehr harte Matratzen bevorzugen. Wer also lieber etwas gemütlicher liegt, sollte dies berücksichtigen.

Latexmatratzen Fazit

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Zieht man alle Möglichkeiten in Betracht, ist eine Naturlatex-Matratze mit 15% synthetischem Latex, hergestellt im Talalay-Verfahren, die optimale Wahl. Unter den Öko-Siegeln ist das ECO-Prüfsiegel vorzuziehen, da es ein Verfallsdatum (entsprechend dem Kfz-TÜV) hat. Bei Matratzen, die im Dunlop-Verfahren hergestellt wurden, muss man unter Umständen mit einer mehrwöchigen Lüftungszeit rechnen.

Eine alternative zu reinen Latexmatratzen sind mehrlagige Matratze welche Schaumstoff, Latex und Viscoelastischen Schaum kombinieren.

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