Sehhilfen

Sehhilfen wie Brillen, Kontaktlinsen und Lupen gleichen Sehschwächen aus und helfen den Alltag im besten Falle so zu meistern, als läge keine Behinderung vor. Wird vom Augenarzt eine Sehbehinderung festgestellt, stellt er als Rezept eine sogenannte Sehhilfenverordnung aus. Das Tragen von benötigten Sehhilfen ist ab einem bestimmten Grad beim Autofahren Pflicht. Auf dem Führerschein wird vermerkt, ob und welche Sehhilfe benötigt wird.

Brillen und Kontaktlinsen

Brillen und Kontaktlinsen sind die am weitesten verbreiteten Sehhilfen. Sie korrigieren diverse Sehbehinderungen wie zum Beispiel Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Linsentrübung oder Makuladegeneration.

Brillen können je nach Art der Sehstörung ein ständiger Alltagsbegleiter oder nur zu speziellen Gelegenheiten vonnöten sein. So verzichten manche Menschen lediglich beim Lesen oder bei der Arbeit am Computerbildschirm nicht auf eine Lesebrille, während alle restlichen Handgriffe ohne Unterstützung verrichtet werden können.

Lupen

Lupen können zu anderen Sehhilfen wie Brillen hinzugezogen oder alleine verwendet werden. Sie bieten sich besonders für eine nachlassende Sehfähigkeit an, die jedoch noch nicht alltagsbeeinflussend ist, oder als nur punktuell eingesetzte Leseunterstützung. Lupen werden beispielsweise bei einer Makuladegeneration bevorzugt eingesetzt.

Verschiedene Lupenarten stehen zur Auswahl. Blattlupen haben eine große, meist rechteckige Lupenfläche, sodass Texte ganzer Seiten auf einmal erfasst werden können. Beim Lesen muss den einzelnen Sätzen nicht „gefolgt“ werden, wie es bei Lupen mit kleineren Vergrößerungsflächen der Fall ist. Blattlupen können als Leselupen bezeichnet werden – die klassische Ausführung einer sogenannten Leselupe, bei der sich eine meist kreisrunde Lupenfläche an einem Griff befindet, ist hingegen kleiner und selbst in Handtaschen leicht verstaubar.