Regenschirm

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 25 Millionen Regenschirme gekauft. 98% davon, als 24,5 Millionen stammten aus China. Von der restlichen halben Million wurden nur 50.000 Regenschirme ind Deutschland produziert. Nun scheint eine Trendwende in Sicht: Viele Menschen sind es leid billige „Einwegschirme“ zu kaufen. Da auch Regenjacken nicht immer die passende Kleidung und bei Wärme unangenehm sein können, stellt sich die Frage: Wie finde ich einen guten Regenschirm, der zu meinen Bedürfnissen passt?

Wie ist ein Regenschirm aufgebaut?

Beim klassischen Regenschirm beginnt alles mit einem Spazierstock, andere Regenschirme bestehen aus einem Griff, in dem eine Stange steckt. Diese Stange, beim Schirm Stock genannt, kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. An diesem Stock sind zwei Federrasten befestigt, zwischen denen ein Schieber auf und ab bewegt wird. Der Schieber bewegt die Paragonstangen, die wiederum an den Kielen befestigt sind und diese nach außen schieben, um den Schirm zu öffnen bzw. die Kiele nach innen ziehen, um ihn zu schließen. Die Kiele sind am Ende des Stocks an der sogenannten Krone befestigt, am anderen Ende des Kiels ist eine Öse.

Oben auf die Krone gehören Rosetten, die zum einen den Stoff vor den Kielen schützen sollen, zu anderen verhindern, dass Wasser am Stock entlangläuft. Das Dach des Schirms besteht aus dreieckigen Stoffstücken, die aneinandergenäht werden, pro Kiel ein Dreieck. Das Dach wird oben an der Rosette befestigt und unten an den Ösen sowie entlang der Kiele angenäht.

Bei Taschenschirm ist der Stock teleskopartig zusammenschiebbar und das Gestänge (Kiele und Paragonstangen) besteht aus mehreren durch Scharniere miteinander verbundenen Teilen.

Was macht einen guten Regenschirm aus?

Um sich auf einen Stockschirm auch aufstützen zu können, muss der Stock aus einem Stück, also ein Spazierstock sein. Die Stockspitze muss eine rutschfeste Kappe haben. Bei dem Gestänge, traditionell aus Stahl, wird heute häufig Karbon, Fiberglas und Aluminium benutzt, insbesondere bei Taschenschirmen. Diese Materialien sind leichter, flexibel und gleichzeitig stabil.

Der Stoff muss dicht gewebt sein, um Regen abhalten zu können. Eine zusätzliche Beschichtung mit Teflon lässt Wasser abperlen, schützt vor Schmutz und der Stoff trocknet schneller ab. Die Nähte müssen mindestens doppelt genäht sein, damit er auch bei längerer Benutzung dicht bleibt. Die Schirmspitzen (Ösen-Enden der Kiele) sind abgerundet oder verdeckt.

Um den Regenschirm längere Zeit bequem halten zu können, darf der Griff nicht zu dünn und/oder zu kurz sein und muss rutschfest sein, damit sich die Hand nicht nach kurzer Zeit verkrampft. In den Scharnieren sollten möglichst Vollnieten statt Hohlnieten verbaut sein, weil hier die mechanische Belastung durch die Spannung des Schirms und durch Wind immens hoch sein kann. Dies gilt verstärkt für Automatik-, in noch höherem Maße für Taschenschirme.

Optionale Funktionen

  • Automatische Öffnung (Automatik, oder Semiautomatik)
  • Automatisches Öffnen und Schließen (Voll- oder Duoautomatik)
  • Outdoor-Schirme: extra klein und leicht
  • Handfrei-Schirme: mit Befestigungsmöglichkeit für Rucksäcke
  • UV-Beschichtung

Regenschirm Testkriterien

In den letzten Jahren gab es verschiedene Tests für verschiedene Produktgruppen. Selbst die billigsten Schirme sind zunächst wasserdicht. Erst bei längerem Regen werden die ersten Schwachstellen spürbar: die Undichtigkeit an der Krone und an den Nähten. (s.o.)

Sehr wichtig ist natürlich die Stabilität des Schirms bei starkem Wind. Dabei ist weniger die Frage entscheidend, welche Windstärke der Schirm aushält, bis er umklappt (überschlägt), sondern ob er sich danach wieder zurückklappen lässt, ohne kaputt zu gehen. Dies wird von den Herstellern dann meist „Windproof“ genannt.

Für Outdoor-Schirme ist nicht nur die Stabilität wichtig, sondern auch das Gewicht, die Größe und, wenn man länger unterwegs ist, die Ergonomie des Griffs.

Bekannte Schirm Hersteller

Wer sich noch nicht mit dem Thema Regenschirm befasst hat, wird vermutlich nur den Knirps kennen. Viele Modelabel, Designer und Künstler arbeiten mit Schirmherstellern zusammen, darunter:

> Armani
> Ferré
> Fornasetti
> Moschino
> Chantal Thomass
> Gucci
> Versace
> Aigner
> Bugatti
> Ed Hardy

Klassische Schirmmacher sind:

> Knirps
> Brigg
> Oertel
> Eberhard Göbel (Euroschirm)
> Doppler
> Fare
> Blunt
> Senz

Neu und innovativ sind Blunt und Senz.

Fazit

Statt ständig billige Wegwerfschirme zu kaufen oder nass zu werden, lohnt sich die Investition in einen guten Regenschirm. Ein qualitativ hochwertiger Schirm macht Freude und hat Stil. Gute Regenschirme haben eine lange Lebensdauer und können repariert werden. Und ein schöner Regenschirm ist eine gute Geschenkidee: Es gibt viele Menschen, die keinen Qualitätsschirm haben.

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