Latexmatratzen

Latex ist der Milchsaft des Kautschukbaums. Der darin enthaltene Kautschuk ist ein elastisches Polymer. Synthetischer Kautschuk wird bisher noch auf Erdöl-Basis hergestellt und ist stabiler als Naturkautschuk bezüglich UV-Licht und Fetten, aber mechanisch weniger strapazierfähig.

Daher werden meistens Mischungen aus beiden Produkten verwendet. Da Naturlatex kein geschützter Begriff ist, reicht ein minimaler Anteil an Naturkautschuk, um eine Matratze als Naturlatex-Matratze zu bezeichnen.

Empfehlenswerte Latexmatratzen im Preisvergleich:

Badenia Latexmatratze
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ab 247,89 €
Dunlopillo Latexmatratze
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ab 229,00 €
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ab 370,00 €

Latexmatratzen Vulkanisationsverfahren

Kautschuk ist viskoelastisch, d. h. nach einer Verformung braucht er eine gewisse Zeit, bis er wieder seine Ursprungsform annimmt. Dies ändert sich durch die Vulkanisation, bei der er unter Zusetzung verschiedener Stoffe erhitzt und dadurch zu elastischem Gummi wird.

Beim Dunlop-Verfahren werden die verschiedensten Stoffe wie Schwefel, Beschleuniger, Farbstoffe, Seife, Vernetzungsmittel etc. (etwa 5% der Gesamtmenge) zugesetzt. Die Masse wird (wie Sahne) aufgeschlagen und dann erhitzt.

Beim Talalay-Verfahren werden nur Wasserstoffperoxid und Hefe hinzugefügt. Dies führt zum feinporigen Aufschäumen der Masse.Der stabile und hochelastische Schaum wird in Formen gefüllt erhitzt. Wasserstoffperoxid wirkt desinfizierend und bleichend und ist in geringen Mengen für den Menschen ungiftig.

Bei beiden Verfahren werden nach der Vulkanisierung meistens heiße Stifte in den Kautschuk gepresst, um durch die so entstehenden Kanäle eine gute Lüftung zu gewährleisten (Stiftlatex).

Latexmatratzen Qualitätsmerkmale

Wenn die Natürlichkeit im Vordergrund steht, müsste es eine 100-%-Naturlatex-Matratze, hergestellt mit dem Talalay-Verfahren sein. Das ist die teuerste Variante. Eine Mischung aus Natur- und synthetischem Kautschuk (Gut: 85%+15%) ist langlebiger und günstiger.

Das Dunlop-Verfahren ist weniger aufwändig und daher das am Meisten verwendete. Werden die Matratzen vom Hersteller ausreichend getrocknet und gelüftet, sollten die Zusatzstoffe kein Problem darstellen. Um aber dahingehend sicher zu sein, sollte man besser auf Öko-Gütesiegel zurückgreifen. Im Fall von Latexmatratzen steht natürlich das QUL-Gütesiegel im Vordergrund. Das Eco-Siegel, ÖkoControl und die EU-Blume sind hier auch sinnvoll.

Überraschenderweise wird gerade bei Latexmatratzen oft an der Qualität der Hülle gespart. Hierfür wäre das Öko-Tex Standard 100 oder das LGA-Qualitätszertifikat wünschenswert.

Testkriterien für Latexmatratzen

Beim letzten großen Matratzentest hat die Stiftung Warentest Ende 2010 auch 5 Latexmatratzen getestet. Da generell Latexmatratzen recht schwer sind, hat dies bei allen zur Abwertung geführt, ebenso die „Geruchsbelästigung“. Hierbei wurde allerdings nicht unterschieden, ob die unangenehmen Ausdünstungen nur einen Tag oder 2 Wochen angedauert hatten.
Es war leider keine Latexmatratze dabei, die mit dem Talalay-Verfahren hergestellt wurde. Bei den Liegeeigenschaften konnten die Latexmatratzen durchaus mit den Kaltschaummatratzen mithalten.

Bekannte Hersteller von Latexmatratzen sind:

• Allnatura
• Baumberger Schlafkomfort
• Breckle
• Divana
• Dormiente
• Dunlopillo
• Hukla
• Ikea
• Lonsberg Naturbetten
• Madras
• Malie
• Prolana

Latexmatratzen Testsieger und Empfehlungen

Vier der fünf getesteten Latexmatratzen konnten mit guten Liegeeigenschaften aufwarten:

Die Allnatura Sana Optima Allergie, die Dunlopillo Natura 1600, die Malie Green Sleep und der Preis-Leistungs-Sieger: die Sultan Engenes von Ikea.

Der Verband der ökologischen Einrichtungshäuser ÖkoControl empfiehlt die Latexmatratzen Lana und Rosso von Divana sowie die Madras Plus und Select.

Eine günstige Talalay-Latex-Matratze ist: die Bio Fema von Malie

Latexmatratzen Fazit

Zieht man alle Möglichkeiten in Betracht, ist eine Naturlatex-Matratze mit 15% synthetischem Latex, hergestellt im Talalay-Verfahren, die optimale Wahl. Unter den Öko-Siegeln ist das ECO-Prüfsiegel vorzuziehen, da es ein Verfallsdatum (entsprechend dem Kfz-TÜV) hat. Bei Matratzen, die im Dunlop-Verfahren hergestellt wurden, muss man unter Umständen mit einer mehrwöchigen Lüftungszeit rechnen.

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