Ergonomischer Bürostuhl

Fast jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland ist ein Büro-Arbeitsplatz. Auswertungen des Statistischen Bundesamtes ergaben für das Jahr 2009, dass 22 % der Rentner, die vorher in einem Büro tätig waren, aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig ausscheiden mussten. In den meisten Fällen waren Rückenprobleme die Ursache. Diese resultieren aus einer falschen oder verkrampften Körperhaltung, mangelnder Bewegung und zu seltenen Haltungswechseln beim Sitzen.

Die Vorschriften der Arbeitsschutzgesetze verbessern sich stetig, hinken aber den Erkenntnissen über eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung deutlich hinterher. Weiterhin sind fast 10 % der Erwerbstätigen selbstständig, also auch selbst dafür verantwortlich, wie sie ihren Wirkungsbereich einrichten.

Bürostuhl Qualitätsstandarts – Quality Office

Weil ergonomischer Bürostuhl, Chefsessel, 24-Stunden-Sessel oder Studiostuhl etc. keine geschützten Begriffe sind, haben fünf unabhängige Institutionen (DIN, VBG, bso, BAuA, DNB) sowie die Interessenvertretung des bürowirtschaftlichen Fachhandels (Bundesverband Bürowirtschaft, BBW) gemeinsam eine Leitlinie erarbeitet, die Qualitätskriterien für Büro-Arbeitsplätze definiert: die L-Q 2010. Büromöbel, die mit dem Siegel „Quality Office“ zertifiziert sind, erfüllen die Anforderungen der Leitlinie an die Produkte hinsichtlich Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität und Nachhaltigkeit.

Ergonomische Bürostühle

Ein ergonomischer Bürostuhl muss nicht nur so genau für den jeweiligen Benutzer einstellbar sein, dass die anatomische S-Krümmung der Wirbelsäule gut unterstützt wird, er muss darüber hinaus noch das „dynamische Sitzen“ ermöglichen. Das bedeutet, dass sich Sitz und Rückenlehne in einem aufeinander abgestimmten Verhältnis bewegen. Anders als bei einem Relaxsessel oder Schaukelstuhl dürfen hierbei die Füße nicht vom Boden abheben, also der Sitz darf beim Zurücklehnen nicht denselben Winkel zu Rückenlehne beibehalten.

Im Gegenteil: Ist längeres aufrechtes Sitzen erforderlich, z.B. bei der Texterfassung, sollte die gesamte Sitzfläche leicht nach vorne kippen. Dadurch schiebt sich das Becken nach vorne und der Oberkörper richtet sich automatisch auf.
Die Armlehnen sollten optimalerweise nicht nur in der Höhe verstellbar sein, sondern auch entweder wegklappbar oder im seitlichen Abstand anpassbar sein. So können die Arme und Schultern auch in unterschiedlichen Arbeitspositionen entspannen (z.B Arbeiten mit der Maus bzw. Tastatur).

Testkriterien für ergonomische Bürostühle

Nach der Ergonomie und Handhabbarkeit eines Bürostuhls ist die Qualität bezüglich der Haltbarkeit ein entscheidender Faktor. Gute Bürostühle sind teuer, daher fordert die L-Q 2010 auch, dass Verschleißteile eines Bürostuhls gut und günstig auswechselbar sind. Auch die Sicherheit gehört zu den Testkriterien. Bürostühle mit Gasdruckfedern sollten zumindest das GS-Zertifikat (geprüfte Sicherheit) haben, da es sonst zu schwerwiegenden Unfällen kommen kann.

Testsieger und Empfehlungen

Weil ergonomische Bürostühle immer mehr in den Fokus einer gesundheitsbewussten Lebensweise rücken, gibt es zahlreiche Tests zu diesem Thema. Grob zusammenfassen kann man die Ergebnisse wie folgt: Es gibt sehr gute ergonomische Bürostühle, aber diese sind nicht billig. Die Aktion gesunder Rücken e.V. (AGR) hat zahlreiche Stühle der Firmen Kinnarps und Sedus mit ihrem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet. Die Interessengemeinschaft der Rückenschullehrer/innen e.V. empfiehlt neben der Ergo-Top-Technologie von Löffler folgende ergonomische Bürostühle:

• muvman, swopper und swoppster von aeris
• Banzai von Mayer Sitzmöbel
• swippo Sattelstuhl von Nitzbon
• Ongo Chair
• Ergo Balance von Rovo

Tipps zum ergonomischen Arbeitsplatz

Ein ergonomischer Bürostuhl macht jedoch nur Sinn, wenn auch die Höhe des Arbeitstisches regulierbar ist. Sehr hilfreich ist die Leitlinie L-Q 2010 (Download), in der auch die Abmessungen für ergonomische Bürostühle passend zu verschiedenen Körpergrößen zu finden sind. Hinweise, wie rückengerechte Alltagshilfen bezuschusst werden können, gibt es am Ende der AGR-Seite (hier).

WICHTIG: Muskeln die nicht benötigt werden, werden abgebaut. Wer durch ein Unfall schon mal längere Zeit ein Arm oder Bein für längere Zeit nicht nutzen konnte, kann das bestätigen. Gleiches gilt auch für Rücken-, Bauch- und Nackenmuskulatur. Wer sich nicht fit hält wird immer mehr Probleme haben. Auch trotz High-Tech ergonomischen Arbeitsplatz.

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